Du verstehst mich einfach nicht!!!

Du verstehst mich einfach nicht!!!

 

Kommt Ihnen der Satz bekannt vor? Haben Sie ihn selbst schon benutzt oder hören Sie ihn immer mal wieder? Befinden Sie sich in immer wiederkehrenden Streitigkeiten mit Ihrem Partner, haben Sie Auseinandersetzungen mit Ihren Kindern, suchen Sie eine Lösung, um sich wieder besser zu fühlen, für mehr Lebensfreude und Wohlbefinden?  Dann lesen Sie weiter, es gibt vermutlich gute Nachrichten für Sie!


Jemand anders verstehen, selbst wenn man sich lang schon kennt, kann eine echte Herausforderung sein. Dennoch ist es für viele ein großes Bedürfnis, ja oftmals ein Grundbedürfnis, sich verstanden zu fühlen.
„Denn verstehen und verstanden werden – das will jeder, und das braucht jeder, um sein Leben selbstbewusst zu führen. Verstehen und verstanden werden – das ist Heimat“, so Bundespräsident Steinmeier in seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit 2017.


Heimat- da sehen wir vor unseren Augen vielleicht die Familie, unser zu Hause, oder Momente mit Freunden. Wer sich verstanden fühlt, fühlt sich angenommen, zugehörig, kann sich am Geschehen selbstbewusst so beteiligen, wie er/sie will, und einen lebendigen Platz in der Partnerschaft, in der Familie, in der Gesellschaft einnehmen.
Wer sich jedoch nicht verstanden, sondern zurückgewiesen und abgelehnt fühlt, erlebt mit die schmerzhaftesten Gefühle, die ein Mensch erfahren kann. Oftmals geschieht dies, weil Menschen sich von ihrem Gegenüber in unangemessener Weise bewertet fühlen. Sie ziehen sich zurück und suchen ihre Anerkennung da, wo sie sich verstanden fühlen, wo sie ihre ganz unterschiedlichen Bedürfnisse, z. B.  nach Anerkennung, Zugehörigkeit, Nähe erfüllt finden. Nicht selten brechen an dieser Stelle Partnerschaften entzwei und gehen Familien auseinander.
Wie aber kann es gelingen, dass wir einander wirklich verstehen? Können wir lernen, so miteinander zu sprechen, dass wir uns geschätzt und in unseren Bedürfnissen gegenseitig gesehen fühlen?
Erste gute Nachricht: JA! Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist Vertrauen. Wenn es fehlt, wird die tiefste Liebe daran scheitern und sämtliche Methoden, die eine gute Kommunikation ermöglichen, werden sich in ihrer Wirkung nicht voll entfalten können.


Nun werden Sie sagen, Vertrauen ist instinktiv, bewusst nicht beeinflussbar, man hat es oder eben nicht. Und wenn es zerstört ist, kann man es kaum wieder herstellen.
Falsch, und das ist eine weitere gute Nachricht: Vertrauen kann man in Faktoren zerlegen, anhand derer Sie überprüfen können, wie es um Ihr Vertrauen (in Ihren Partner zum Beispiel) steht, oder um das Vertrauen, das andere in Sie haben. Diese Faktoren dienen auch dazu, dass Sie an diesen wiederum arbeiten können. Und manchmal lässt sich so Vertrauen recht schnell (wieder) aufbauen.
Womit hat es zu tun, wem wir vertrauen? Sie werden vielleicht sagen, es hängt vom Charakter ab, wem Sie vertrauen. Wir halten für wichtig, dass eine vertrauenswürdige Person aufrichtig, anständig, ein guter Mensch ist. Gleiches setzen Sie vermutlich auch für sich voraus, und Sie halten es vermutlich für selbstverständlich, dass Ihnen vertraut wird. Dennoch ist es ein Mythos zu glauben, Vertrauen sei reine Charaktersache, denn Vertrauen hängt von mindestens einem weiteren Faktor ab: von Kompetenzen. Während der Charakter Integrität und Motive gegenüber anderen beschreibt, betreffen die Kompetenzen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Ergebnisse und Erfolge.
Ein Beispiel: Sie kennen und schätzen Ihre Hausärztin als verständnisvolle, kluge und kompetente Ratgeberin seit vielen Jahren. Sie vertrauen ihr. Wenn diese nun eine OP am offenen Herzen bei Ihnen durchführen sollte, dann würden Sie dies vermutlich ablehnen, weil sie wissen, dass sie darauf nicht spezialisiert und ausgebildet ist, Sie also aufgrund fehlender Kompetenzen ihr in diesem Punkt nicht vertrauen.
Wie kann man Vertrauen vergrößern und messen?
Vielleicht wiederspricht das Ihrem bisherigen Denken, aber Vertrauen kann man tatsächlich messen. Man kann es aufbauen, klar nachweisen und zur Grundlage seines Handelns machen.
Wie meistens beginnt auch hier alles bei uns selbst. Wir brauchen eine klare Haltung zu unserer eigenen Glaubwürdigkeit, welche die Basis ist für alles Vertrauen. Haben wir genug Vertrauen in uns selbst und glauben wir an uns, sind wir auch für andere glaubwürdig. Aber wie lässt sich ein soft skill wie Glaubwürdigkeit in harten, vielleicht sogar messbaren Aspekten darstellen?
Stellen Sie sich vor, in Ihrem Verein stehen wichtige Vorstandswahlen an, Sie sind an der Position des Kassenwarts interessiert, und man hat Sie und eine weitere Person dafür vorgeschlagen. Ihre Befürworter werden Sie als grundsätzlich integer und seriös vorstellen, Ihre Absichten als grundehrlich beschreiben, Ihre Fähigkeiten aufgrund Ihrer Tätigkeiten für eine Bank als gegeben annehmen und Ihre Erfolge aus Ihrem langjährigen Engagement für den Verein darstellen. Dann aber werden die Befürworter der anderen Person anfangen, die aufgezählten Punkte auseinanderzunehmen und an Ihrer Glaubwürdigkeit zu rütteln. Jetzt wird es wichtig, die für Ihre Glaubwürdigkeit entscheidenden Faktoren Ihres Charakters und Ihrer Kompetenzen nachzuweisen. Diese sind also die Aspekte Integrität, Absichten (haben beide mit Charakter zu tun), Fähigkeiten und Erfolge (beide eine Sache der Kompetenzen).
An diesem Beispiel wird deutlich, dass man an diesen vier Aspekten gut arbeiten und seine Erfolge in Punkto gesteigertes Vertrauen auch messen kann.
Dafür ist eine kurze Betrachtung dieser vier Aspekte im Detail hilfreich.
Was macht Glaubwürdigkeit aus?
Unsere Integrität:
Oftmals wird Integrität schlicht mit Ehrlichkeit verbunden. Jedoch gehört dazu auch, dass man kongruent ist, also dass das, was man sagt, mit dem, was man tut, übereinstimmt. Kongruenz kann manchmal auch schwierig sein.
Unsere Absichten:
Was sind die Motive, die uns bewegen, was ist die Agenda, die wir daraus für unser Handeln ableiten? Das Vertrauen in uns wächst, wenn wir glaubhaft machen können, dass uns ehrlich an einer win-win-Situation für alle Beteiligten gelegen ist. Wenn wir merken, dass jemand eine versteckte Agenda hinter seinen Worten verfolgt, betrachten wir alles, was von dieser Person ausgeht, mit Argwohn, einem der größten Zeitfresser überhaupt.
Unsere Fähigkeiten:
Diese umfassen alles, womit wir Vertrauen gewinnen und Erfolge erzielen können, wie unsere Talente und Fertigkeiten, unsere Einstellungen, unser Wissen und unser Stil. Auch, wenn uns der Kollege aus der anderen Abteilung integer und mit besten Absichten erscheint, werden wir ihm unsere Arbeit nur anvertrauen, wenn seine Fähigkeiten ausreichen.
Tu Gutes und rede darüber: unsere Erfolge:
Wir schaffen Glaubwürdigkeit, wenn wir das, was wir erreicht haben, auch kommunizieren. Erwartungen anderer in uns können wir nur dann erfüllen, wenn wir unsere Ergebnisse auch nachweisen.
Sie wollen Vertrauen vergrößern und ein gutes Zusammenleben mit den Menschen um Sie herum? 
Dann freue ich mich, dass ich eine weitere gute Nachricht für Sie habe.
An all diesen Aspekten der Glaubwürdigkeit als Grundlage für den Auf- und Ausbau von Vertrauen lässt sich arbeiten. Hier empfiehlt sich zum Beispiel Lektüre von Stephen R. Covey, der in sein Buch „Schnelligkeit durch Vertrauen“ (2016) ganz und gar diesem Thema widmet. Ebenso lässt sich eine gelungene, einfühlsame Kommunikation erlernen. Die gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg ist zum Beispiel eine sehr gute Methode, die sich zu trainieren lohnt!
Gerne nehme ich mir die Zeit und berate und unterstütze Sie dabei, Ihren individuellen Weg zu gestalten.
Wie machen wir das?
Für eine Paarberatung werden zumeist vier bis sechs Treffen angesetzt. Sie rufen mich wegen eines Termins an. Bei diesem Anruf geht es um Organisatorisches, also darum, um was es sich bei Ihnen dreht, wie viele Treffen wir ungefähr brauchen und was die Gebühren dafür sein werden.  Ihre Sicht der Dinge kommt erst beim ersten Treffen zur Sprache, wobei Sie und Ihr Partner/Ihre Partnerin gleichberechtigt die Situation darstellen. Dies sichert meine Allparteilichkeit, die ich Ihnen ebenso wie meine Diskretion zu 100 % garantiere. Im Lauf der weiteren Treffen wird es um Ihre jeweiligen Bedürfnisse gehen und darum, eine Art Vereinbarung, die für Sie beide eine Win-Win-Situation sein wird, für Ihr künftiges Miteinander zu entwickeln. Ich unterstütze Sie dabei und moderiere Ihren Weg da hin.
Ihre
Martina Möller-Öncü

 

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